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Der 40. Jahrestag der Tragödie von Tschernobyl fand am 26. April statt und ist für uns ein klarer Auftrag den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen: Niederösterreich erzeugt bilanziell 100 % seines gesamten Strombedarfs selbst, und zwar sicher und sauber. Wir heizen auch lieber mit heimischer Energie als mit teuren Importen aus Krisengebieten, wie 837 Biomasse-Nahwärme-Werke beeindruckend zeigen. Vor kurzem hat die NÖ Landesregierung einstimmig ein weiteres Energie-Paket beschlossen. Sieben Projekte werden von der EU, dem Bund und dem Land Niederösterreich unterstützt.
Erfahren Sie in diesem Heft auch, dass klimasmarte Bebauungspläne die Lösung für angepasste Siedlungsentwicklung für Städte und Gemeinden sind. Lesen Sie einen Artikel aus 1992 über die einstige Vision der Kinder zur Realisierung des Nationalparks Donauauen. Tauchen Sie ein in den Genuss von Feigen, deren Kultivierung sich bei uns zunehmend etabliert.
Ich wünsche Ihnen viel Lesevergnügen und einen schönen Sommer!
Ihr LH-Stv. Stephan Pernkopf
Dr. Stephan Pernkopf
LH-Stellvertreter
Hitze, Trockenheit und Extremwetter stellen die Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Wasser wird knapper, die Fruchtbarkeit der Böden leidet, Pflanzen geraten unter Stress. In NÖ zeigt sich bereits heute, wie unterschiedlich die Regionen von Klimaveränderungen betroffen sind und warum Anpassung längst kein Zukunftsthema mehr ist. Sie findet bereist auf vielen Ebenen statt – von Agrar-Photovoltaik über Technologien für einen effizientere Bewässerung bis zur Verwendung regional gezüchteter und angepasster Sorten.
Die Anpassung des Waldes an den Klimawandel ist keine kurzfristige Aufgabe. Sie erfordert Wissen, Erfahrung und Zusammenarbeit – von der vorausschauenden Bewirtschaftung mit widerstandsfähigen Mischwäldern, über Naturverjüngung und gezielte Pflege bis zu bodenschonenden Erntesystemen. Initiativen wie die KLAR! Wachau Dunkelsteinerwald-Jauerling zeigen, wie regionale Ansätze dazu beitragen können, Forschung, Beratung und Praxis zu verbinden.
40 Jahre Umwelt & Energie – und viele Themen sind erstaunlich zeitlos. Wir holen Beiträge aus vergangenen Jahrzehnten zurück ins Heute und stellen ihnen die aktuelle Perspektive gegenüber. 1993 wurde der Wunsch nach einem Nationalpark Donau-Auen kreativ in einem Malwettbewerb für Kinder kreativ unterstrichen.
1996 war es dann soweit: Der Nationalpark Donau-Auen wurde realisiert. Am 30-jährigen Nationalpark schätzen die Jugendlichen am meisten die Ruhe, das Hinter-sich-lassen des Alltags, die Entschleunigung, aber natürlich auch die abwechslungsreichen Angebote vor Ort.
Steigende Energiepreise machen auch vor NÖ Gemeinden nicht halt. Doch um Einsparungen zu erzielen, sind nicht immer hohe Investitionen nötig. Die Energie- und Umweltagentur NÖ unterstützt Gemeinden, denn auch in Zeiten knapper Budgets finden sich Wege. Gelungene Beispiele aus Ziersdorf, Mank und Neulengbach zeigen das eindrucksvoll.
Gemeinden und Städte haben als Entscheidungstragende in der örtlichen Raumplanung die Aufgabe vorausschauend zu agieren und effektive Maßnahmen zur Klimawandelanpassung umzusetzen. Das zentrale Instrument, um sie widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu machen, ist der sogenannte Bebauungsplan. Der neue Leitfaden „Klimafitte Bebauungsvorschriften für NÖ Gemeinden“ ist kostenlos erhältlich.
Käfer sind die heimlichen Stars im Totholz der NÖ Wälder. Besonders auffällig sind die Bockkäfer: Elegante Riesen mit langen Fühlern. Sie sind nicht nur wunderschön, sondern auch ein wichtiges Indiz für einen gesunden, ökologisch wertvollen Wald. Eine umfassende Untersuchung der Käferpopulation in den NÖ Großschutzgebieten im Zeitraum bestätigt die Bedeutung von Totholz und beweist, dass Schutzgebiete mit hohem Totholzanteil wichtige Rückzugsräume darstellen und eine zentrale Rolle für den Erhalt der spezialisierten Käferfauna spielen..
Bäume sind die ideale Beschattung, sie schirmen nicht nur das Sonnenlicht ab, sondern sorgen durch die Verdunstung für einen kühlenden Effekt. Neben dem Sonnenschutz filtert der Baum Staub aus der Luft, schluckt Straßenlärm, schützt vor Wind und unerwünschten Blicken. Der Kauf eines Baumes sollte wohlüberlegt sein. Wichtig ist es, dass nicht nur seine Ansprüche an Boden und Licht, sondern auch die natürliche Wuchshohe, -breite und -form des Baumes zum zukünftigen Standort passen.
Der Feigenbaum, Sinnbild für Genuss, ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Noch vor einigen Jahren galt er in unseren Breiten als heikel zu kultivieren. Doch das Klima ändert sich und die milden Winter lassen Feigenbäume auch hier wunderbare Früchte liefern. Feigen, die aus dem Süden als Ableger von einem wilden Feigenbaum mitgebracht wurden, bilden hier allerdings keine Früchte aus. Man braucht Kultursorten, die ganz ohne Bestäubung Früchte tragen.
Mit Experimenten zu Verdunstungskälte von Bäumen und Starkregen auf verschiedenen Bodenmodellen erkennen schon Volksschulkinder die realen Klimafolgen in ihrer Umgebung. Gemacht werden sie im Workshop, den Klimabündnis NÖ im Auftrag der KLAR!-Regionen Lebensraum Land um Laa, March-Thaya-Auen und Weinviertler Dreiländereck entwickelt hat.
Landwirtschaft im Wandel | Klimafitte Landwirtschaft | Düngen? Natürlich | Die Zukunft des Waldes entscheidet sich jetzt. | Regenwasser richtig managen | Aus der Praxis: So gelingt klimaresiliente Landwirtschaft
Nationalpark Donauauen: Von der einstigen Vision der Kinder zur Realisierung.
Kleine Maßnahmen – große Wirkung | Klimafitte Bebauungspläne braucht das Land. | Wie geht Klimawandelanpassung für Gemeinden und Betriebe? | Grenzüberschreitendes gegenseitiges Lernen
Bock auf Natur? | Unser Sonnenschirm wächst mit!
Göttliche Früchte | Mehr Wasserkompetenz | Klimawandelanpassung für die Kleinen? Na KLAR | Keep cool and relax
Experte am Wort: Bauen mit Weitblick | BodenWasserKlimaBox | So geht klimafitter Wald | Asphalt-Detox gefällig?
Kurzmeldungen & Tipps | Buchtipps
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